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Berufsverband Deutscher Humangenetiker e.V.
Deutsche Gesellschaft für Humangenetik e.V.
Pressemeldung | 3. Juli 2026
Kürzung der humangenetischen Vergütung gefährdet die Patientenversorgung
Die geplante Kürzung der humangenetischen Vergütung ist ein Angriff auf eine ohnehin fragile Versorgungsstruktur. Mit der aktuellen Absenkung der Vergütung humangenetischer Diagnostik werden notwendige Untersuchungen erschwert, verzögert oder im Zweifel ganz unterlassen. Das trifft vor allem Menschen mit seltenen Erkrankungen, ungeklärten Symptomen und komplexen Behandlungsverläufen.
Die KBV selbst spricht von drastischen Kürzungen. Fachverbände wie der BVDH warnen seit Monaten, dass diese Politik die wirtschaftliche Grundlage der humangenetischen Labore und Praxen untergräbt und damit genau jene Diagnostik gefährdet, auf der moderne Präzisionsmedizin beruht. Wer an der genetischen Diagnostik spart, spart an der Präzisionsmedizin der Zukunft.
Die Folgen sind absehbar: fehlende Diagnosen, verspätete Therapien und im schlimmsten Fall falsche oder unterlassene Behandlungen. Gerade in der Humangenetik kann ein unzureichender Befund bedeuten, dass Patientinnen und Patienten zu spät die richtige Therapie erhalten oder unnötige Behandlungswege durchlaufen. Die Sparmaßnahmen sind fachlich nicht vertretbar und gesundheitspolitisch verantwortungslos.
Die geplanten Kürzungen finden auch über die deutsche Fachpresse hinaus Beachtung, etwa beim US-Genomik-Fachdienst GenomeWeb und bei POLITICO. Der Beschluss sendet ein fatales Signal: Statt Versorgung zu sichern, wird ein zentraler Bereich der Diagnostik systematisch ausgehöhlt.
Weiterführende Informationen:
Julia Karow, Drastic Clinical Sequencing Reimbursement Cuts in Germany Will Put Providers Under Pressure, GenomeWeb, 17. Juni 2026, https://www.genomeweb.com/sequencing/drastic-clinical-sequencing-reimbursement-cuts-germany-will-put-providers-under-pressure. PDF des Originalbeitrags (mit freundlicher Genehmigung von GenomeWeb).
Louis Westendarp, Humangenetik, in: POLITICO Pro Gesundheit am Morgen, 11. Juni 2026, S. 3, https://pro.politico.eu/news/friedensangebot-an-die-pharmabranche.PDF des Originalbeitrags (mit freundlicher Genehmigung von POLITICO).
Die Vorstände des BVDH und der GfH
Bitte bringen Sie das ausgefüllte und unterzeichnete Patientenformular zum ersten Termin in unsere Praxis mit.
Wir möchten Ihnen erläutern, was bei einer fachärztlichen genetischen Beratung geschieht und was Sie durch die Beratung erreichen können.
Eine fachärztliche genetische Beratung umfasst regelmäßig:
Eine fachärztliche genetische Beratung soll Ihnen u. a. helfen, Fragen zu beantworten, die aufgetreten sind im Zusammenhang mit
Wie weit die fachärztliche genetische Beratung dabei tatsächlich hilfreich sein kann, hängt von der jeweiligen Erkrankung/Symptomatik und von Ihrer persönlichen Fragestellung ab. Beides legt fest, was im Rahmen der genetischen Beratung besprochen wird und bestimmt die Genauigkeit unserer Aussagen zu genetischen Risiken. Wenn wir im Laufe unseres Gespräches von Ihnen Hinweise auf Ihnen bislang nicht bewusste zusätzliche Risiken erhalten, werden wir Sie von uns aus darauf ansprechen. Sie können dann selbst bestimmen, ob und wie weit Sie informiert werden wollen. Eine umfassende Aufklärung über alle denkbaren genetisch (mit-)bedingten Erkrankungen ist nicht möglich. In manchen Fällen ist keine genaue Aussage zur Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer bestimmten Erkrankung/Störung möglich. Es ist auch nicht möglich, jedes Erkrankungsrisiko für Sie selbst oder Ihre Angehörigen und insbesondere für Ihre Kinder durch genetische Untersuchungen auszuschließen. Genetische Untersuchungen werden nicht ohne Ihre aktive Entscheidung hierzu durchgeführt. Dabei können sich auch Auffälligkeiten ergeben, die nach derzeitiger medizinischer Kenntnis nicht die Ursache für eine gesundheitliche Schädigung sind. Auf solche Auffälligkeiten werden Sie von uns nur dann hingewiesen, wenn es für die Erfüllung des Untersuchungsauftrages erforderlich ist.
Die Beratung soll für Sie eine Entscheidungshilfe sein und es Ihnen erleichtern, Krankheitsrisiken zu bewerten und sich ggf. auf sie einzustellen. Es bleibt Ihre Entscheidung, welche Ergebnisse Sie zur Kenntnis nehmen wollen und welche Konsequenzen Sie aus dem Beratungsgespräch ziehen.
Die wichtigsten Inhalte der Beratung werden Ihnen in einem verständlich gehaltenen Brief noch einmal zusammengefasst. Wenn im Anschluss daran noch Fragen offen bleiben oder wenn neue Probleme auftreten, können Sie sich wieder an uns wenden.

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